Über das Objekt: Diese Vase aus schwarzem Steinzeugton, in Aufbautechnik erstellt, ist ca. 27cm hoch und hat im unteren, bauchigem Bereich einen Durchmesser von ca. 17cm. Sie ist Teil von Dietlinds Langzeit-Projekt „Traces/ Spuren“ und gehört zu ihrer Serie „Tegula“ (lat., Ziegel) aus dem Jahr 2024. Auf ihrer Spurensuche entdeckt Dietlind Gestein und Materialien, die zu Staub zermahlen Teil der Oberfläche des Objektes werden. Für die Tegula Serie hat Dietlind durch ihre Zusammenarbeit mit der Abteilung Archäologie und Denkmalpflege in Lübeck Zugang zu Ausgrabungsstätten in der Beckergrube auf der Lübecker Altstadtinsel bekommen. Dort hat sie Ziegelsteine, Fußbodenkacheln, Strassendreck und Ton aus dem 16. Jahrhundert gefunden, aufwendig zermahlen und anschließend auf Objekte des täglichen Gebrauchs aufgetragen. Durch den Brennvorgang entstehen durch diese Spuren der Vergangenheit sichtbare und haptische Oberflächen die untrennbar mit dem Objekt der Gegenwart verschmelzen.
Die verwendeten Materialen für die Oberflächen des Objektes sind lebensmittelecht und wasserdicht. Somit kann das Objekt vielfältig genutzt werden. Oder einfach Deine Sinne erfreuen.
Jedes Objekt der Tegula Serie ist in seiner Formgebung und Oberfläche ein Unikat und kommt mit einem gedruckten Zertifikat. Das Dokument enthält Informationen über das Produkt und die verwendeten Materialien und ist von Dietlind Wolf persönlich erstellt worden. Des Weiteren sind Proben des zermahlenen historischen Materials Bestandteil der Arbeit und werden mit dem Objekt zusammen geliefert.
Herstellungsverfahren: Diese Arbeit ist aus schwarzem Steinzeugton in Aufbautechnik erstellt worden und bei 960°C im Elektroofen vorgebrannt worden. Die Oberfläche wurde außen vor dem Schrühbrand mit schwarzer Steinzeug-Engobe partiell überzogen. Die Glasuren aus Tonfunden und Material, welches die Lübecker Abteilung für Archäologie und Denkmalpflege Dietlind aus Ausgrabungsstätten zur Verfügung gestellt hat, sind von ihr selbst erstellt. Innen: Glasur #5: Beckergrube 29, Ziegel Nr. 3, ca. 16. Jahrhundert. Außen: Glasur #1: Beckergrube 29, Strassendreck, ca. 16. Jahrhundert. Glasur #2: Beckergrube 19, Tonfund, ca.16. Jahrhundert. Das Gefäß wurde bei 1250° im Elektroofen gebrannt. Alle Flächen, die nicht glasiert sind, wurden mit liquid Quarz (Sio2) eingestrichen. Sie sind lebensmittelecht und wasserdicht.










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